Um den Sternenhimmel so zu fotografieren, dass die einzelnen Sterne auf dem Bild keine Spuren ziehen, gibt es eine simple Faustregel, um die maximale Belichtungszeit zu ermitteln. Hierzu müsst ihr zunächst einmal wissen, ob ihr eine Vollformat-Kamera oder eine Kamera mit Cropsensor nutzt. Meine Nikon D7100 z. B. nutzt einen Cropsensor, was man bei Nikon an der Bezeichnung DX erkennen kann. Nikons Vollformat-Flaggschiffe sind hingegen mit einem FX gekennzeichnet.

Die Sensorgröße bedingt den sogenannten Cropfaktor. Bei einem Vollformatsensor (dieser hat die gleiche Fläche wie ein 35mm-Film in der Analogfotografie), ist dieser Faktor gleich 1. Sensoren, deren Fläche kleiner ist als ein Vollformatsensor, haben einen entsprechenden Cropfaktor, der das Flächenverhältnis zum Vollformat angibt. Bei Nikon liegt dieser Faktor bei 1,5 (Canon 1,6).

 

Um nun die maximale Belichtungszeit zu berechnen, kann folgende Formel verwendet werden:

500 / (eingestellte Brennweite * Cropfaktor) = max. Belichtungszeit in Sek.

 

Ein kleines Beispiel:

Ich möchte mit meiner D7100 und dem Nikon AF-S DX Nikkor 10-24mm 1:3,5-4,5G ED ein spurfreies Foto des Nachthimmels machen und die maximale Zeit belichten, damit auch die schwächer leuchtenden Sterne gut zu sehen sind. Mein Objektiv stelle ich dafür auf 10mm Brennweite ein, damit möglichst viel vom Sternenhimmel auf meinem Foto landet. Mein Kamera trägt die Bezeichnung DX auf dem Gehäuse, sie hat also einen Cropsensor, dessen Fläche mit 1,5 multipliziert der Fläche eines 35mm-Films / eines Vollformatsensors entspreche.

Ich rechne nun  also 500 / (10mm * 1,5) und komme zu dem Ergebnis, dass ich eine maximale Belichtungszeit von gerundet 33 Sekunden einstellen könnte.

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